Was kostet ein Kran in Österreich? Vollständiger Preisguide
Planen Sie die Anschaffung eines Krans für Ihr Bauprojekt oder Unternehmen in Österreich und fragen sich, mit welchen Kosten zu rechnen ist? Der Preis eines Krans wird durch mehrere Schlüsselfaktoren bestimmt: Kranart (etwa Turmdrehkran oder Mobilkran), Tragfähigkeit, Reichweite, Alter und Ausstattung. Dieser umfassende Preisguide erläutert die wesentlichen Einflüsse auf die Anschaffungskosten, vergleicht verschiedene Preissegmente des österreichischen Marktes und bietet praxisnahe Orientierung, um das passende Modell für Ihre betrieblichen Anforderungen und Ihr Budget zu finden – unabhängig davon, ob Sie Neuware, Gebrauchtgeräte oder Mietlösungen bevorzugen.
Bei Kranen sind Preisunterschiede normal, weil „der eine Kran“ selten mit dem anderen vergleichbar ist: Ein Turmdrehkran am innerstädtischen Neubau hat andere Anforderungen als ein Mobilkran für eine kurzfristige Montage im Gewerbegebiet. In Österreich kommen zudem Faktoren wie Zufahrtswege, Stellflächen, behördliche Auflagen und die saisonale Auslastung hinzu. Wer diese Stellschrauben kennt, kann Angebote besser einordnen und unnötige Zusatzkosten vermeiden.
Welche Faktoren beeinflussen den Kranpreis?
Die wichtigsten Faktoren, die den Preis eines Krans beeinflussen, lassen sich in Technik, Zeit und Umfeld gliedern. Technisch zählen Traglast, Ausladung, Hakenhöhe und die Art des Krans (Mobilkran, Turmdrehkran, Ladekran/Hubarbeitslösung). Zeitlich wirkt sich aus, ob Sie stundenweise, tageweise oder monatsweise mieten, ob Nacht- oder Wochenendarbeiten anfallen und wie lange ein Kran „gebunden“ ist (inklusive Rüstzeiten). Auch die Frage, ob ein Bediener im Preis enthalten ist, verändert die Vergleichbarkeit.
Ebenso entscheidend ist die Baustellensituation: An- und Abtransport (inklusive Begleitfahrzeuge), Montage/Aufbau, Kranstellplatz, Bodenpressung und eventuell nötige Unterbaukonstruktionen können den Gesamtpreis deutlich prägen. In sensiblen Lagen kommen Genehmigungen, Verkehrsmaßnahmen oder Absperrungen hinzu. Bei Turmdrehkranen spielen außerdem Fundament/Verankerung, Klettervorgänge sowie die Abstimmung mit dem Bauzeitenplan eine große Rolle.
Wie wählen Sie den passenden Kran fürs Projekt?
Den passenden Kran für Ihr Bauprojekt auswählen bedeutet vor allem: Lastfälle sauber definieren. Praktisch sind drei Fragen: Welche maximale Last muss in welcher Entfernung bewegt werden, welche Hakenhöhe wird real gebraucht und wie sieht die „schlechteste“ Hebesituation aus (z. B. über Dachkanten, bei beengtem Schwenkbereich oder mit eingeschränkter Abstützung)? Je genauer diese Angaben sind, desto weniger Sicherheitszuschläge müssen Anbieter einpreisen.
Für viele Vorhaben lohnt sich eine Variantenprüfung: Ein größerer Mobilkran kann teurer pro Stunde sein, aber schneller rüsten und den Einsatz verkürzen; ein Turmdrehkran ist bei längeren Bauzeiten oft wirtschaftlicher, braucht aber Planung, Montage und Standzeit. Klären Sie außerdem die Schnittstellen: Wer organisiert Kranlogistik, Einweiser, Funk, Anschlagmittel, Sperrmaßnahmen und eventuelle Hubpläne? Wenn diese Leistungen nicht im Angebot enthalten sind, entstehen leicht Zusatzpositionen, die den vermeintlich günstigen Grundpreis relativieren.
Wo finden Sie Kräne in Österreich zu fairen Preisen?
Wo Sie Kräne zu einem guten Preis in Österreich finden, hängt stark davon ab, ob Sie mieten oder kaufen und welche Kategorie Sie benötigen. Für Mietkrane sind regionale Kran- und Schwerlastanbieter häufig gut aufgestellt, weil sie Transportwege kurz halten und die lokalen Rahmenbedingungen kennen. Bei Turmdrehkranen ist die Verfügbarkeit zudem saisonabhängig; in stark ausgelasteten Phasen können frühzeitige Reservierungen die Auswahl vergrößern.
Beim Angebotsvergleich helfen einheitliche Annahmen: gleiche Einsatzdauer, gleiche Einsatzzeiten, identische Lastannahmen und dieselben Logistikbedingungen. Achten Sie darauf, ob im Preis Nebenzeiten, An- und Abfahrt, Aufbau/Abbau, Bedienpersonal, Treibstoff/Energie, Versicherung sowie eventuelle Standtage enthalten sind. Seriöse Angebote weisen diese Positionen getrennt aus oder definieren klar, was pauschal abgedeckt ist.
Konkrete Richtwerte für Österreich lassen sich meist nur als Spannen angeben, weil Projektparameter den Endpreis stark beeinflussen; die folgende Übersicht nennt typische Miet- und Kaufbereiche und ordnet sie realen Anbietern zu.
| Product/Service | Provider | Cost Estimation |
|---|---|---|
| Mobilkran (Miete, stundenweise) | Prangl (AT) | ca. 180–450 EUR pro Stunde, je nach Klasse und Einsatzbedingungen |
| Mobilkran (Miete, Tagespauschale) | Felbermayr (AT) | ca. 900–2.500 EUR pro Tag, abhängig von Traglast, Rüstzeit, Anfahrt |
| Turmdrehkran (Miete, monatlich) | Wolffkran | ca. 3.000–12.000 EUR pro Monat, je nach Typ und Konfiguration |
| Turmdrehkran (Miete, monatlich) | Liebherr | ca. 3.000–12.000 EUR pro Monat, je nach Typ und Konfiguration |
| Transport sowie Auf- und Abbau (Turmdrehkran) | Zeppelin Rental | häufig zusätzlich ca. 5.000–25.000 EUR projektabhängig |
| Baugerät-/Kranvermietung (Projektpakete) | HKL BAUMASCHINEN | je nach Gerät und Laufzeit, oft Paketpreise nach Anfrage |
| Turmdrehkran (Kauf, neu) | Liebherr | grob ca. 250.000–800.000+ EUR, stark modell- und ausstattungsabhängig |
| Turmdrehkran (Kauf, gebraucht) | Wolffkran (Gebrauchtmarkt/Partner) | grob ca. 80.000–300.000+ EUR, abhängig von Alter, Zustand, Historie |
Preise, Tarife oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Eine unabhängige Recherche wird empfohlen, bevor finanzielle Entscheidungen getroffen werden.
Wie wirtschaftlich ist Kauf oder Miete langfristig?
Langfristige Wirtschaftlichkeit und Investitionssicherheit hängen davon ab, wie regelmäßig und wie planbar Sie Krane auslasten. Miete reduziert das Kapitalrisiko, vereinfacht Wartung/Prüfpflichten (je nach Vertragsmodell) und passt gut zu wechselnden Projekten. Kauf kann sich rechnen, wenn ein Kran über viele Monate im Jahr eingesetzt wird, wenn Sie wiederkehrende Lastprofile haben und wenn Transport, Lagerung sowie Instandhaltung organisatorisch abgedeckt sind.
Zu einer nüchternen Rechnung gehören neben dem Anschaffungspreis auch Finanzierungskosten, regelmäßige Prüfungen, Wartung, Verschleißteile, Versicherung, Stillstandzeiten und der spätere Restwert. Bei Turmdrehkranen wirken zudem Montagekompetenz und Ersatzteilversorgung auf das Risiko. In der Praxis ist ein hybrider Ansatz häufig sinnvoll: Standardbedarfe werden über Mietmodelle gedeckt, während sich der Kauf eher für sehr spezifische, oft eingesetzte Geräte oder für Unternehmen mit kontinuierlicher Baustellenpipeline lohnt.
Am Ende ist der „Kranpreis“ weniger eine einzelne Zahl als ein Gesamtpaket aus Technik, Logistik und Zeit. Wer Lastfälle sauber definiert, Baustellenbedingungen realistisch bewertet und Angebote auf identischer Grundlage vergleicht, erhält belastbare Kostenspannen und reduziert das Risiko teurer Nachträge. So wird aus einer reinen Preisfrage eine planbare Entscheidung, die zum Bauablauf und zum Budget passt.