Was kostet ein Epoxidharz-Garagenboden? Preisübersicht 2026

Die Entscheidung für einen strapazierfähigen Epoxidharz-Garagenboden wirft für viele Hausbesitzer eine zentrale Frage auf: Mit welchen Investitionskosten ist 2026 realistisch zu rechnen? Die endgültigen Kosten für eine professionelle Epoxidharzbeschichtung hängen von mehreren Schlüsselfaktoren ab, darunter die Größe der Garage, der Zustand des vorhandenen Untergrunds, die gewählte Harzqualität und die regionale Preisgestaltung für Handwerkerleistungen. Dieser Artikel bietet eine klare Übersicht über aktuelle Preisbereiche in Ihrer Region, erläutert die wesentlichen Einflussfaktoren auf das Budget und ermöglicht eine fundierte Kosteneinschätzung für ein langlebiges und wertsteigerndes Garagenbodenprojekt.

Was kostet ein Epoxidharz-Garagenboden? Preisübersicht 2026

Ein widerstandsfähiger Epoxidharz-Boden kann eine Garage deutlich aufwerten, die Reinigung erleichtern und den Beton dauerhaft schützen. Damit die Investition realistisch geplant werden kann, ist ein genauer Blick auf die Preisfaktoren und die typischen Kostenbereiche wichtig. Die nachfolgenden Informationen beziehen sich auf übliche Situationen in Deutschland und geben Spannweiten, keine festen Tarife.

Bestimmende Faktoren für den Gesamtpreis

Der wichtigste Einflussfaktor ist die Fläche: Je größer die Garage, desto höher die Gesamtsumme, aber meist mit sinkendem Preis pro Quadratmeter. Eine Einzelgarage mit etwa 18–25 m² liegt preislich anders als eine Doppel- oder Reihenanlage mit 40 m² und mehr. Auch Form und Zugänglichkeit der Fläche spielen eine Rolle, etwa bei vielen Ecken, Stufen oder schwer erreichbaren Bereichen.

Entscheidend ist zudem der Zustand des Untergrunds. Risse, Abplatzungen, Öl- oder Salzschäden müssen vor einer Beschichtung fachgerecht saniert werden. Diese Vorbereitung kann je nach Aufwand einen beträchtlichen Teil der Kosten ausmachen. Hinzu kommt die Wahl des Systems: einfache 2K-Epoxidharz-Anstriche sind günstiger als mehrschichtige Systeme mit Verlaufsschicht, Quarzsandabstreuung und Versiegelung. Farbgestaltung, Dekochips, Rutschhemmung (zum Beispiel R10/R11) und chemische Beständigkeit beeinflussen den Endpreis zusätzlich.

Ein weiterer Faktor ist die Ausführung: Wer selbst arbeitet, spart Arbeitslohn, trägt aber ein höheres Risiko bei Verarbeitung, Haftung und Gewährleistung. Fachbetriebe berechnen Stunden- oder Quadratmeterpreise, bringen dafür Erfahrung, maschinelle Untergrundvorbereitung und abgestimmte Systemaufbauten ein. Regionale Unterschiede, Anfahrtswege und die aktuelle Auftragslage können die Preise zusätzlich verändern.

Aktuelle Preisbereiche für Garagenbeschichtungen

Für 2026 lassen sich auf Basis aktuell üblicher Marktspannen in Deutschland folgende grobe Orientierungswerte angeben: Für DIY-Lösungen mit handelsüblichen 2K-Epoxidharz-Sets liegen die reinen Materialkosten häufig im Bereich von etwa 15–35 € pro m², abhängig von Qualität, Schichtdicke und benötigter Menge. Hinzu kommen gegebenenfalls Mietkosten für Schleifgeräte und Materialien für die Untergrundvorbereitung.

Bei fachgerechter Ausführung durch einen Beschichtungsbetrieb bewegen sich Gesamtpreise (inklusive Material, Maschinen, Lohn und üblicher Vorarbeiten) typischerweise in einer Spanne von etwa 50–120 € pro m². Eine normal beanspruchte Einzelgarage mit rund 20 m² kann damit – je nach Zustand und System – im Bereich von grob 1.500–3.000 € liegen. Aufwendige Industriebeschichtungen oder komplexe Sanierungen liegen teils darüber, einfache Anstriche ohne aufwendige Vorbereitung darunter.


Product/Service Provider Cost Estimation
2K-Epoxidharz-Set für Garage (ca. 25 m²) Remmers (z. B. Epoxid-Garagensysteme) ca. 350–550 € Material, entspricht etwa 14–22 € pro m²
2K-Epoxidharz-Bodenbeschichtung Sika (z. B. Sikafloor-Garagenprodukte) ca. 18–30 € pro m² Material, je nach Händler und Verbrauch
Garagenboden-Komplettbeschichtung Regionaler Fachbetrieb (z. B. ASB Bodenbeschichtung) meist 60–110 € pro m² inkl. Material und Arbeit bei Standardgarage
Hoch belastbare Industriebeschichtung für Garage Spezialanbieter (z. B. M+S Industrieboden) häufig 80–150 € pro m² inkl. Material und Arbeit, je nach System

Die in diesem Artikel genannten Preise, Tarife oder Kostenschätzungen basieren auf den zuletzt verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Vor finanziellen Entscheidungen wird eine eigenständige Recherche empfohlen.

Kostenaufschlüsselung: Material, Vorbereitung und Arbeitsleistung

Bei einer professionell ausgeführten Epoxidharz-Garagenbeschichtung lässt sich der Gesamtpreis grob in drei Bereiche aufteilen: Material, Untergrundvorbereitung und Arbeitsleistung. Die Materialkosten umfassen Grundierung, Verlaufsschicht, eventuelle Quarzsandeinstreuung, Dekochips und Versiegelung. Je nach System können sie rund 30–50 % der Gesamtkosten ausmachen. Hochwertigere, chemisch besonders beständige Systeme liegen eher am oberen Ende dieser Spanne.

Die Untergrundvorbereitung – etwa Kugelstrahlen, Schleifen, Rissverharzung oder Spachtelarbeiten – ist stark zustandsabhängig. Bei einem intakten Beton mit nur leichten Verschmutzungen ist der Aufwand geringer, bei rissigen oder durch Salze geschädigten Böden entsprechend höher. In vielen Projekten fließen 20–40 % des Budgets in diese Maßnahmen. Die eigentliche Arbeitsleistung für das Auftragen der Beschichtung, das Abstreuen, Zwischenschliffe und Reinigungsarbeiten macht meist etwa 30–50 % der Gesamtkosten aus und hängt von Flächengröße, Systemkomplexität und notwendigen Wartezeiten zwischen den Schichten ab.

Wer selbst arbeitet, reduziert den Anteil für Arbeitsleistung, sollte jedoch Kosten für Leihgeräte, Verbrauchsmaterial wie Abklebeband, Folien, Walzen, Mischwerkzeuge und eventuelle Entsorgung berücksichtigen. Fehler in der Vorbereitung oder Verarbeitung können später zu Ablösungen oder Blasenbildung führen, deren Nachbesserung wiederum zusätzliche Kosten verursacht.

Planungshilfe: Budgetkalkulation für Ihr Projekt

Für eine grobe Budgetplanung lohnt sich ein strukturiertes Vorgehen. Zunächst sollte die zu beschichtende Fläche möglichst genau vermessen werden; bei einer Einzelgarage ergeben sich oft 18–25 m², bei einer Doppelgarage 30–40 m² oder mehr. Anschließend wird entschieden, ob ein einfaches, rollbares Epoxidharz-System ausreicht oder ob ein mehrschichtiger Aufbau mit erhöhter Rutschhemmung und Dekorelementen gewünscht ist. Davon hängt ab, ob Sie eher im unteren oder oberen Bereich der genannten Preisspannen landen.

Im nächsten Schritt sollte der Zustand des Betons eingeschätzt werden. Deutliche Risse, Ausbrüche, starke Verschmutzungen oder Feuchtigkeit deuten darauf hin, dass die Untergrundvorbereitung intensiver und damit teurer wird. Angebote von Fachbetrieben sind in solchen Fällen hilfreich, um den Aufwand realistisch einzuschätzen. Für die Kalkulation bietet es sich an, zunächst mit einem Quadratmeterpreis (zum Beispiel 70–90 € pro m² für eine durchschnittliche Fachbetriebslösung) zu rechnen und anschließend einen Aufschlag von etwa 10–20 % für Unwägbarkeiten und Sonderwünsche einzuplanen.

Bei Eigenleistung empfiehlt es sich, die Kosten für alle Materialien inklusive Grundierung und ggf. Reparaturmörtel zu addieren und die voraussichtlichen Verbrauchsmengen anhand der Herstellerangaben zu kalkulieren. Zusätzlich sollten Reserven für Mehrverbrauch, Werkzeugverschleiß und eventuelle Korrekturen eingeplant werden. Auf diese Weise entsteht eine Budgetspanne, die sowohl den gewünschten Qualitätsstandard als auch mögliche Zusatzarbeiten berücksichtigt.

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Kosten für einen Epoxidharz-Garagenboden vor allem von Flächengröße, Untergrundzustand, Systemwahl und der Entscheidung zwischen Eigenleistung und Fachbetrieb abhängen. Mit realistischen Quadratmeter-Spannen und einer sorgfältigen Kalkulation der Vorbereitungsschritte lässt sich das Projekt finanziell solide planen, ohne spätere Überraschungen beim Gesamtpreis zu erleben.