Hinter den Kulissen für Sicherheit sorgen: Die vielen Facetten des Sicherheitsberufs kennenlernen
Sicherheitskräfte schützen still und leise die Sicherheit öffentlicher und privater Bereiche. Sie sorgen nicht nur für Sicherheit, sondern müssen auch bei unerwarteten Ereignissen schnelle Entscheidungen treffen – von der Verhinderung von Diebstählen bis hin zur Behandlung von Notfällen. Ob bei der Aufrechterhaltung der Ordnung bei großen Veranstaltungen oder beim Patrouillieren in Bürogebäuden, Einkaufszentren, Fabriken und Wohnanlagen, ihre Arbeit ist von entscheidender Bedeutung. Zudem ist die Arbeit als Sicherheitskraft eigentlich sehr einfach und kann auch ohne Erfahrung schnell erlernt werden.
Sicherheitsmitarbeiter übernehmen weit mehr Aufgaben, als nur Eingänge zu kontrollieren oder Ausweise zu prüfen. Sie arbeiten oft im Hintergrund, tragen jedoch wesentlich dazu bei, dass Menschen, Gebäude und Werte geschützt werden. Der Beruf bringt klare Strukturen, rechtliche Vorgaben und ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten mit sich, das von Objektschutz über Veranstaltungsdienste bis hin zu Transport- und Empfangsdiensten reicht.
Was gehören in der Regel zu den täglichen Aufgaben eines Sicherheitsmitarbeiters?
Zum typischen Alltag eines Sicherheitsmitarbeiters gehört zunächst die sichtbare Präsenz. Sie dient der Abschreckung von Diebstahl, Vandalismus oder Übergriffen. Häufig führen Sicherheitskräfte Kontrollgänge durch, überprüfen Türen, Fenster, Zäune und technische Sicherungsanlagen wie Alarm- oder Videoanlagen. Sie dokumentieren Auffälligkeiten und melden besondere Vorkommnisse an die Leitstelle oder den Auftraggeber.
Hinzu kommen Zugangs- und Ausweiskontrollen, etwa in Bürogebäuden, auf Werksgeländen oder bei Veranstaltungen. Sicherheitsmitarbeiter begrüßen Besucher, prüfen Berechtigungen und achten darauf, dass nur autorisierte Personen Zutritt erhalten. In vielen Bereichen gehört auch der Umgang mit Konfliktsituationen zu den Aufgaben: eine ruhige Kommunikation, das Deeskalieren von Streitigkeiten oder das strukturierte Vorgehen bei Hausverboten. Ein sorgfältiges Führen von Wachbüchern, Übergabeprotokollen und Berichten ist ebenfalls ein wichtiger Teil der täglichen Arbeit.
Wie ist normalerweise die Arbeitszeit und der Arbeitsplan von Sicherheitskräften?
Die Arbeitszeiten im Sicherheitsdienst sind häufig unregelmäßig, da Schutzbedarf nicht an klassische Bürozeiten gebunden ist. Viele Objekte müssen rund um die Uhr bewacht werden. Daher sind Schichtmodelle mit Früh-, Spät- und Nachtschichten verbreitet, oft inklusive Wochenend- und Feiertagsdiensten. Das bedeutet, dass sich der Arbeitsalltag von Sicherheitskräften deutlich von typischen 9‑bis‑17‑Uhr-Jobs unterscheidet.
Je nach Einsatzbereich gibt es jedoch Unterschiede. Im Empfangsdienst oder bei der Einlasskontrolle in Bürogebäuden orientiert sich der Dienstplan eher an regulären Geschäftszeiten, während im Objektschutz, in der Geld- und Wertlogistik oder im öffentlichen Nahverkehr verstärkt Nacht- und Spätschichten anfallen. Häufig wird in Dienstplänen mit einem Vorlauf von einigen Wochen gearbeitet, damit sich Mitarbeitende besser auf Privatleben und Erholung einstellen können. Gleichzeitig erfordert der Beruf eine gewisse Flexibilität, etwa wenn kurzfristig Einsätze hinzukommen oder Vertretungen notwendig sind.
Wie hoch ist das durchschnittliche Gehalt eines Sicherheitsmitarbeiters?
Das Einkommen von Sicherheitsmitarbeitern in Deutschland ist maßgeblich durch regionale Tarifverträge sowie durch Einsatzbereich, Qualifikation und Erfahrung geprägt. In vielen Bundesländern gelten branchenspezifische Tariflöhne, die ein Mindestniveau festlegen. Einsteiger mit grundlegender Qualifikation (Sachkunde nach § 34a GewO) erhalten in einfachen Bewachungstätigkeiten typischerweise ein niedrigeres Stundenentgelt als erfahrene Mitarbeiter in besonders sensiblen Bereichen, etwa im Luftsicherheitsdienst oder in der Geld- und Wertlogistik.
Orientiert man sich an branchenüblichen Rahmenwerten, liegen tarifliche Einstiegsstundenlöhne im klassischen Objektschutz häufig im Bereich von etwa 13 bis 16 Euro brutto pro Stunde, während spezialisierte Tätigkeiten – etwa Luftsicherheit an Flughäfen oder sicherheitsrelevante Kontrollfunktionen in kritischer Infrastruktur – deutlich höhere Sätze erreichen können. In der Praxis bewegen sich monatliche Bruttogehälter für Vollzeitstellen je nach Bundesland, Zulagen, Schichtzuschlägen und Aufgabenprofil in einer Spanne von grob 2.200 bis über 3.000 Euro.
| Produkt/Service | Anbieter | Kostenschätzung (Bruttolohn) |
|---|---|---|
| Objektschutz, einfache Bewachung (Einstieg) | Securitas Deutschland | ca. 13–16 € pro Stunde |
| Empfangs- und Pfortendienst in Bürogebäuden | Kötter Security | ca. 13,50–17 € pro Stunde |
| Veranstaltungssicherheit (Konzerte, Stadien) | Piepenbrock Sicherheitsdienste | ca. 14–18 € pro Stunde |
| Luftsicherheitskontrolle an Flughäfen | Diverse Flughafen-Dienstleister | ca. 18–23 € pro Stunde |
| Geld- und Werttransport (Geld- und Wertlogistik) | Spezialisierte Wertdienstleister | ca. 17–22 € pro Stunde |
Die in diesem Artikel genannten Preise, Tarife oder Kostenschätzungen basieren auf den aktuell verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Vor finanziellen Entscheidungen wird eine eigenständige Recherche empfohlen.
Neben dem Grundlohn spielen Zulagen eine wichtige Rolle. Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge können das tatsächliche Monatsgehalt spürbar erhöhen. Auch Qualifikationen – etwa eine geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft oder eine höhere Sicherheitsfachausbildung – wirken sich in der Regel positiv auf die Vergütung aus, insbesondere in verantwortungsvollen Positionen mit Personal- oder Objektverantwortung.
Welche sozialen Sicherheitsleistungen können sie erhalten?
Sicherheitsmitarbeiter, die in Deutschland sozialversicherungspflichtig angestellt sind, sind grundsätzlich in die üblichen Säulen der sozialen Sicherung eingebunden. Sie zahlen Beiträge in die gesetzliche Kranken‑, Renten‑, Pflege‑ und Arbeitslosenversicherung ein und erwerben damit entsprechende Ansprüche. Viele Unternehmen im Sicherheitssektor bieten darüber hinaus betriebliche Altersvorsorgemodelle an, an denen sich der Arbeitgeber beteiligt oder vergünstigte Konditionen ermöglicht.
In tarifgebundenen Betrieben können zusätzliche Leistungen vorgesehen sein, etwa Urlaubs‑ und Weihnachtsgeld, eine festgelegte Anzahl an Urlaubstagen oder Regelungen zu Schichtzulagen. Auch Arbeitskleidung wird meist gestellt, in einigen Fällen mit zusätzlicher Reinigungspauschale. In einem körperlich und psychisch mitunter anspruchsvollen Beruf sind außerdem Angebote zur Gesundheitsprävention, wie arbeitsmedizinische Untersuchungen oder Schulungen zum Umgang mit Stress und Konflikten, wichtige Bausteine sozialer Absicherung.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Sicherheitsberuf durch eine Mischung aus Verantwortung, wechselnden Einsatzorten und unregelmäßigen Arbeitszeiten geprägt ist. Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte Freude am Umgang mit Menschen, eine hohe Zuverlässigkeit und die Bereitschaft zu Schichtarbeit mitbringen. Im Gegenzug bietet die Branche vielfältige Einsatzmöglichkeiten, klare Strukturen und die Perspektive, sich über zusätzliche Qualifikationen und Spezialisierungen fachlich weiterzuentwickeln.