Altmetall entwickelt sich zu einer hochgeschätzten Ressource, die viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wie hoch sind die aktuellen Marktpreise für Altmetalle wie Kupfer, Eisen, Stahl und Aluminium?

Altmetalle wie Kupfer, Eisen, Stahl und Aluminium finden aufgrund ihrer hohen Wiederverwertbarkeit und ihres stabilen Recyclingwerts breite Anwendung im Bauwesen, in der Fertigung, im Transportwesen, in der Energiewirtschaft und in der täglichen Industrieproduktion. Wenn Sie sich für die Marktpreise, den Recyclingwert oder die praktischen Anwendungsmöglichkeiten von Altmetallen interessieren, ist es wichtig, über Preisschwankungen der verschiedenen Metalle informiert zu bleiben.

Altmetall entwickelt sich zu einer hochgeschätzten Ressource, die viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wie hoch sind die aktuellen Marktpreise für Altmetalle wie Kupfer, Eisen, Stahl und Aluminium?

Altmetall entwickelt sich zu einer hochgeschätzten Ressource, die viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wie hoch sind die aktuellen Marktpreise für Altmetalle wie Kupfer, Eisen, Stahl und Aluminium?

Ob Kupferleitungen, Aluschienen oder Stahlschrott: Der Preis, den Sie in der Praxis sehen, ist selten ein einziger „Weltmarktpreis“. Stattdessen treffen mehrere Ebenen aufeinander: internationale Referenznotierungen (für Primärmetalle), regionale Schrottmärkte, Qualitätsklassen sowie Kosten für Sammlung, Sortierung und Transport. Wer aktuelle Marktpreise einordnen möchte, braucht daher weniger eine einzelne Zahl als ein Verständnis der Mechanik dahinter.

Wie wird der Preis für Altmetall bestimmt?

Die Frage „Wie wird der Preis für Altmetall bestimmt?“ lässt sich am besten als Zusammenspiel aus Referenzpreis und Abschlägen/Zuschlägen erklären. Für Kupfer und Aluminium dienen häufig Börsenpreise (z. B. für Primärmetall) als Orientierung. Schrotthändler und Recycler leiten daraus Ankaufs- oder Verkaufspreise ab und berücksichtigen dabei Reinheit, Legierung, Form (Späne, Bleche, Kabel), Feuchtigkeit und Fremdstoffe.

Bei Eisen und Stahl ist es komplexer, weil Stahlschrott nicht identisch mit einem börsengehandelten Standardmetall ist. Hier spielen regionale Schrottindizes, Vertragsbeziehungen zur Stahlindustrie sowie Logistik eine größere Rolle. In der Praxis bedeutet das: Zwei scheinbar ähnliche Chargen können unterschiedliche Preise erzielen, wenn sie sich in Sortenreinheit, Aufbereitung oder Nachweisbarkeit (z. B. Herkunftsdokumentation) unterscheiden.

Schwanken Altmetallpreise häufig mit der Marktvolatilität?

„Schwanken die Altmetallpreise häufig mit der Marktvolatilität?“ Ja, oft deutlich – allerdings nicht immer synchron zu den täglichen Börsenbewegungen. Börsenpreise reagieren schnell auf Nachrichten (Konjunkturdaten, Zinsänderungen, Energiepreise, Wechselkurse). Schrottpreise folgen teilweise verzögert, weil viele Mengen über Wochenverträge, regionale Konkurrenzsituationen und aktuelle Auslastung von Schmelzwerken gehandelt werden.

Typische Volatilitätstreiber sind außerdem Angebotsschocks (z. B. Unterbrechungen in Lieferketten), Änderungen bei Export-/Importströmen, saisonale Sammelmengen und die Verfügbarkeit von Ersatzstoffen. Gerade bei Kupfer und Aluminium kann eine hohe Nachfrage aus Bau, Elektrifizierung oder Verpackung den Markt rasch anziehen; bei Stahl-/Eisenschrott ist die Lage stärker an Bau- und Industriekonjunktur sowie an Kapazitäten von Lichtbogenöfen gekoppelt.

Sind die Altmetallpreise derzeit hoch oder niedrig?

„Sind die Altmetallpreise derzeit hoch oder niedrig?“ lässt sich seriös nur relativ beantworten: im Vergleich zu welchem Zeitraum, in welcher Region und für welche Schrottsorte? Sinnvoll ist ein Blick auf (1) den Trend der Primärmetall-Referenzpreise, (2) regionale Schrottindizes bzw. Händlerquotierungen und (3) die Spanne zwischen hochwertigen Sorten und gemischten/verschmutzten Materialien.

In der Einordnung hilft zudem die Unterscheidung zwischen nominal „hoch“ und real (inflationsbereinigt) „hoch“. Zusätzlich kann ein Markt lokal eng sein, obwohl der globale Referenzpreis stabil wirkt – etwa wenn Transportkosten steigen, Container knapp sind oder regionale Werke mehr Material nachfragen. Für Privat- und Gewerbeanlieferer ist daher entscheidend, die eigene Sorte korrekt zu klassifizieren und mehrere regionale Preisindikationen als Bandbreite zu betrachten.

Konkrete Preisniveaus hängen stark von Sorte, Menge und Region ab. Als Orientierung werden in der Praxis häufig (a) Börsen-Referenzen für Primärmetalle und (b) regionale Schrottindizes bzw. Händlerquotierungen herangezogen. Die folgenden Beispiele zeigen typische Preisanker und Bandbreiten, wie sie in vielen Märkten als grobe Orientierung genutzt werden (ohne Gewähr für eine bestimmte Region oder Tagesaktualität):


Product/Service Provider Cost Estimation
Kupfer (Primärmetall-Referenz) London Metal Exchange (LME) Spot-Referenz in USD pro Tonne; ändert sich fortlaufend
Aluminium (Primärmetall-Referenz) London Metal Exchange (LME) Spot-Referenz in USD pro Tonne; ändert sich fortlaufend
Stahlschrott-Index (regional, sortenspezifisch) S&P Global Commodity Insights (Platts) Indexwerte i. d. R. in USD/EUR pro Tonne; Veröffentlichung/Abos je nach Paket
Stahlschrott-Index (regional, sortenspezifisch) Fastmarkets Indexwerte i. d. R. in USD/EUR pro Tonne; Veröffentlichung/Abos je nach Paket
Kupferschrott (sauber, hochwertig, z. B. blank) EMR (European Metal Recycling) Häufig grobe Bandbreite im Einzelhandel/Ankauf: ca. 4–8 EUR pro kg, je nach Qualität/Region
Aluminiumschrott (Profile/Bleche, sortenrein) Sims Metal Häufig grobe Bandbreite: ca. 0,8–2,5 EUR pro kg, je nach Legierung/Region
Eisen-/Stahlschrott (gemischt, ferromagnetisch) ALBA Recycling Häufig grobe Bandbreite: ca. 0,1–0,4 EUR pro kg, je nach Sorte/Region

Preise, Sätze oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Eine unabhängige Recherche wird empfohlen, bevor finanzielle Entscheidungen getroffen werden.

Welche Faktoren beeinflussen am ehesten die Kursentwicklung von Aktien aus dem Altmetallsektor?

„Welche Faktoren beeinflussen am ehesten die Kursentwicklung von Aktien aus dem Altmetallsektor?“ Neben dem Metallpreis selbst spielen Unternehmensfaktoren eine zentrale Rolle. Recycler und Schrotthändler sind oft von Durchsatzmengen, Margen pro Tonne, Energie- und Transportkosten sowie der Fähigkeit abhängig, Material zu beschaffen und sauber zu sortieren. Steigen Inputpreise schneller als Verkaufspreise (oder umgekehrt), kann das die Marge stark verändern.

Hinzu kommen makroökonomische Faktoren wie Zinsen (Finanzierung und Lagerhaltung), Wechselkurse (Handelsströme), Regulierung (Abfall- und Exportvorschriften) und der Investitionszyklus in Bau/Industrie. Auch die Qualität des Materialmixes (mehr hochwertiger Kupfer-/Aluschrott vs. mehr gemischter Stahlschrott) kann Ergebnis und Bewertung beeinflussen. Deshalb ist es möglich, dass Schrottaktien sich anders bewegen als ein einzelner Börsenpreis für Kupfer oder Aluminium.

Im Kern gilt: Für „aktuelle Marktpreise“ bei Altmetallen ist der richtige Blickwinkel entscheidend. Börsenreferenzen geben die Richtung für Primärmetalle vor, während Schrottpreise zusätzlich von Sortenqualität, regionaler Nachfrage, Logistik und Verarbeitungskosten geprägt werden. Wer Kupfer, Eisen, Stahl oder Aluminium bewertet, sollte daher stets zwischen globalem Referenzniveau und lokal realisierbarem Preis unterscheiden und Preisangaben als zeit- und ortsabhängige Bandbreiten verstehen.